Der “schönste und kühnste” Gipfel der Julischen Alpen mit seiner markanten Silhouette kann vom Tamartal, vom Koritnicatal, vom Trentatal, aber auch vom Vrsic-Pass erklommen werden – was liegt also näher, zumindest zwei dieser Anstiege zu kombinieren.

Wir starten frühmorgens bei den Sprungschanzen in Planica; ein Rad verkürzt die Zufahrt (und Rückfahrt) zum Tamarhaus wesentlich. Der Weg zum Kotsattel befindet sich dann auf der westlichen Talseite. Beim Wegweiser am Kleinen Kotsattel (Mali Kot) führt eine Rampe höher, und man gelangt – vorbei am Biwak – gleich zum Einstieg in den Nordwestgrat-Klettersteig (B, I-II), der für Slowenien typisch – nicht durchgehend versichert ist. Nach dem Besuch der Gipfelkrone (der Jalovec zählt als König der Julischen Alpen) steigen wir nach Süden ab – der Grat enthält den einen oder anderen ausgesetzten Abschnitt – und folgen dann den Steigspuren am imposanten Kugy Colouir vorbei bis zu einer steilen Wand, die in festem Fels und großteils mit Stiften versichert abgestiegen wird. Hier hat man nun die Möglichkeit über die Jalovška škrbina direkt ins Tamar-Tal abzusteigen (der Weg ist gelegentlich als gesperrt klassifiziert, wird aber Stand September 2026 begangen), oder folgt dem langen aber einfachen und idyllischen Weg zum Vrsic-Pass. Zurück zum Rad geht es dann noch nach einem kurzen Abstecher auf die Slemenova Špica (1.909) unterhalb der Mojstrovka.

In der beschriebenen Form sind mehr als 2500 Höhenmeter auf ca. 29 Kilometern zurückzulegen; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist unbedingt erforderlich.

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