Über das Hammelleitleck (2.813) auf die östlichsten Dreitausender der Alpen.

Wir starten frühmorgens an der Malta Hochalmstraße und folgen dem Forstweg Richtung Maralm, zweigen davor jedoch nach Osten ab. Am Ende der Fahrwegs finden sich Steigspuren in Richtung Sattele (2.009) – kurz davor geht es nun in direkter Linie über Felsen, Block und Graspassagen stetig höher bis zum Hammelleitleck mit (zerborstener) Gipfelstange und Markierungspunkt. Wenige Meter nach dem Gipfel führt eine steile Gras/Felsrinne nach Osten in die weitläufigen Kare oberhalb der Melnikalm. Diese quert man hinüber bis man im Sinne des geringsten Widerstands auf den Verbindungsgrat zwischen großem und mittlerem Sonnblick aufsteigt. Wenn man einzelne Grattürme umgeht, ist der blockige Grat unschwierig begehbar. Während der mittlere Sonnblick als östlichster Dreitausender der Alpen nur mit einem Steinturm geschmückt ist, so findet sich am großen Sonnblick (Malteiner Sonnblick) sowohl Steinmann mit Madonna, als auch ein hölzernes Gipfelkreuz. Beiden Gipfel bieten einen wunderbaren Tiefblick ins Maltatal, sowie Ausblicke auf die gegenüberliegende Hochalmspitze, sowie den nahen Hafner.

Der Abstieg vom Großen Sonnblick erfolgt weglos und äußerst mühsam über steiles, loses Blockgelände und später über felsdurchsetze steile Grashänge ins Stierkar. Erst im flacheren Bereich finden sich Steigspuren, die dann in einen Jagdsteig zur Maralm münden – ab hier geht es dann wieder gemütlich zurück zum Auto.

Der großteils wegelose Charakter der Tour erfordert gute Sichtbedingungen und Orientierungsfähigkeit; sicheres Steigen und Klettererfahrung sind für den Gipfelsieg notwendig. Mit rund 1.700 Höhenmetern und ca. 15 Kilometern Weglänge ist auch eine gewisse Grundkondition von Vorteil.

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